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Bayreuth, im Juli 2009

Petition an den Bayerischen Landtag

Frau Landtagspräsidentin

Barbara Stamm,  

sehr geehrte Frau Stamm

die Unterzeichner dieser Eingabe, im Einzelnen sind das die Vorsitzenden der Bayreuther Stadtratsfraktionen, hiesige Landtagsabgeordnete, der Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth, die Mitglieder des „Freundeskreises Schloss-St.Georgen“, der Arbeitskreiskreis „Soziale Stadt – St. Georgen“ und dadurch repräsentiert die Bevölkerung Bayreuths, sowie namentlich genannte Unterstützer, (Unterstützer)

treten an die Bayerische Staatregierung heran mit der Bitte, den Bereich „Ordens-Schloss“ aus der Justizvollzugsanstalt Bayreuth zu lösen und die dortigen Einrichtungen an den nahegelegen Hauptstandort zu verlegen.

Das Ordensschloss ist ein wertvolles Baudenkmal aus der markgräflichen Gründungszeit des Stadtteils St.Georgen, das zentrale Gebäude der barocken Plangründung und Wiege des „Roten-Adler-Ordens“. Im Rahmen der  Stadtentwicklung, wie sie das Projekt „Soziale Stadt“ festgeschrieben hat, kann das Schloss nicht auf Dauer Strafanstalt bleiben. Seit über 100 Jahren benutzt die Justiz dieses Gebäude als Ausweichprovisorium und investiert laufend in diesen Bereich. Umsiedlungspläne liegen in den Schubladen der Bauverwaltung schon seit über 20 Jahren, denn  zwei Areale bedeuten Doppelbewachung, und der Transit zwischen den Bereichen muss auch gesichert werden.

Der Hauptstandort der JVA an der Markgrafenallee verfügt über genügend Ausweitungsflächen für Neubauten, um die Schlossbereiche umzusetzen. (Siehe Abbildungen).

Stadt und Vorort St.Georgen leben in Harmonie mit dem Justizvollzug und wünschen nicht, dass aufgrund dieser Initiative Teilbereiche abgezogen werden.

In den letzten Jahren wurden unsere Initiativen immer wieder mit finanziellen Argumenten zurückgewiesen. Wir stehen jedoch einer Langzeitplanung positiv gegenüber.

Unsere Petition:

1.     Erstellung eines Planungskonzepts für Ersatzbauten.

2.     Freigabe des Ordensschlosses zur öffentlichen Nutzung  u.a. durch Rückbau der Sicherheitseinrichtungen und Senkung der Sicherheitsanforderungen im Schloss; schließlich Abriss der rückwärtigen Zellenbauten und Umfriedungen.

3.     Weiternutzung durch die Justiz (Verwaltung, Werkstätten, Gärtnerei) bzw. Übergabe an oder Kooperation mit der „Bayerischen Verwaltung für Schlösser Gärten und Seen“.

Wir sind uns darüber im Klaren, dass unsere Ziele kurz- und mittelfristig nicht realisierbar sind.

Unsere Petition verfolgt daher ein langfristiges Ziel von

20 Jahren

Die Weichen müssen aber schon heute gestellt und konkrete Planungen eingeleitet werden.

Die Freigabe des Ordensschlosses liegt sehr vielen Bayreuthern am Herzen.

für den Freundeskreis

und die erklärten Unterstützer dieser Initiative

für die Bayreuther Bevölkerung

 

Dr. Alexander Wild

Vorsitzender